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Suchst du nach einer passenden Klavierbegleitung für dein Lieblingsstück? Welche Klavierbegleitung passt zu welchem Anlass? Was gilt es zu beachten? Dies und mehr verrate ich dir in meinem Blog!

1. Es gibt nicht die Klavierbegleitung

Eine Klavierbegleitung unterscheidet sich von einer ausnotierten Komposition. Bei Popsongs werden sehr oft sogenannte Leadsheets verwendet. Darin enthalten sind:

  • Akkorde
  • Form*
  • einstimmige Melodie im Notenschlüssel

*Unter der Form versteht man die Anzahl Takte eines Stücks sowie die Reihenfolge der Harmonien (Akkorde).

Doch wo bleibt die Klavierbegleitung? Diese ist in der Regel vollumfänglich dem Interpreten, sprich dem Pianisten, überlassen. Gerade aus diesem Grund sind vor allem Klavieranfänger immer wieder verblüfft. Denn woher sollen nun all die Noten kommen, wenn sie nicht ausnotiert sind? Genügt es, nur die Akkorde zu können?

Klavierbegleitung

2. Stil und Tempo bestimmen die Art der Klavierbegleitung

Das Klavier ist sozusagen die Luxusausführung als Begleitinstrument. Denn kein anderes Instrument bietet einen solchen Tonumfang zum Begleiten eines Songs. Je nach Stil wird die Klavierbegleitung stark variieren. Hier ein paar Anhaltspunkte:

Klavierbegleitung bei einer Ballade:

Hier greife ich vielfach auf die 1-5-8 Begleitung in der linken Hand zurück. Mit der rechten werden dann die Akkorde mit Umkehrungen gespielt. Das ist sozusagen die einfachste Variante, mit der du praktisch jedes langsamere Stück begleiten kannst.

Klavierbegleitung eines Popstücks:

Hier wird’s ziemlich einfach. Hör dir „Let it be“ von den Beatles an und achte auf die Begleitung. Ja, so einfach kann Popmusik sein! Die linke Hand spielt die Bassnote, während die rechte einfach für die Akkorde zuständig ist. Dabei werden nur Viertelnoten verwendet. Da der Gesang einen anderen Rhythmus hat, bildet er einen guten Kontrast zu dieser einfachen Begleitung. Und es klingt!

Klavierbegleitung eines rockigen Stücks:

Hierbei werden in der linken Hand vielfach Grundton und Quinte des Akkords verwendet. Dann das Ganze noch mit einem Achtelgroove gespielt und voilà: Schon hast du eine rockige Klavierbegleitung – ähnlich jener von Gitarristen, die sogenannte „Powerchords“ verwenden.

Klavierbegleitung

Virtuose am Klavier?

Nein – nicht nötig! Genau dann, wenn man Songs begleiten möchte am Klavier, braucht es nur wenig Spieltechnik. Das bedeutet dass du nicht stundenlang Tonleitern und Etüden üben musst. Mit wenig Kenntnissen über Akkorde und Rhythmik kannst du innert Kürze die Songs am Klavier begleiten, die dir gefallen.

3. Faustregeln einer guten Klavierbegleitung

Wie der Name schon sagt, wird etwas begleitet – etwas, das wichtiger ist als die Begleitung selbst. Ja, du hast es erraten: die Melodie. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie von einer Sängerin / einem Sänger stammt oder vom Pianisten selber gespielt wird.

Achte aus diesem Grund immer darauf, dass die Melodie im Vordergrund steht. Dafür brauchst du dich nur an zwei ganz einfache Regeln zu halten.

Faustregel Nr. 1: Die Klavierbegleitung ist leiser als die Melodie

Sei niemals lauter als die Melodie, denn als Begleiter ist es deine Aufgabe, die Melodie besser klingen zu lassen. Ohne deine Begleitung würde die Melodie niemals dieselbe Wirkung entfalten. Aus diesem Grund ist es wichtig, am Klavier leise spielen zu lernen. Denn laut spielen können alle – das ist keine Kunst. Leise spielen erfordert jedoch viel Spielpraxis und eine solide Technik.

Faustregel Nr. 2: Die Klavierbegleitung ist tiefer als die Melodie

Egal welcher Stil und welches Stück: Die Akkorde sollten niemals höher sein als die Melodie, denn das menschliche Ohr nimmt zuerst immer den höchsten Ton wahr. Wenn dieser dann eine Begleitung ist, ist das recht irritierend. Die Melodie verschwindet und wird von ihr überdeckt. Es hört sich nicht gut an, obwohl die Akkorde korrekt sind. Du solltest die Akkordumkehrungen also so gut beherrschen, dass du sie jederzeit unterhalb der Melodie spielen kannst.

Klavierbegleitung
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