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Das Klavier oder Piano, wie es auch oft genannt wird, ist eines der beliebtesten und am meisten gespielten Instrumente. Es handelt sich um ein Tasteninstrument. Das Klavier gehört aufgrund der Art, wie die Töne erzeugt werden, sowohl zu den Saiten- als auch zu den Schlaginstrumenten. Einer der Vorteile dieses Instruments ist, dass man es auch als Erwachsener und sogar bis ins hohe Alter erlernen kann, falls man seine Begeisterung für Musik erst etwas später entdeckt. Des Weiteren ist seine stilistische Bandbreite unbegrenzt.

Schon der Klang einer einzelnen Taste lässt das Musikerherz höher schlagen. Aber nicht nur bei diesen sorgen die schwingenden Saiten, verbunden mit einer komplexen Mechanik, für Wohlgefühl.

Der Flügel ist sozusagen die größere Variante des Klaviers. Er verfügt über einen viel größeren Resonanzkörper, wodurch das Musikerlebnis umso ergreifender wird. Durch die unterschiedliche Bauweise wird das Klavierspiel präziser und nuancenreicher.

Zapiano hat die Kurse für Klavier online lernen.Das Klavier in diversen Stilrichtungen

Historisch gesehen ist das Piano zwar ein klassisches Instrument, es kommt aber häufig auch im Jazz- und Pop-Bereich zum Einsatz. Darauf wies auch Keith Jarrett hin, wahrscheinlich einer der begnadetsten Pianisten unserer Zeit. Er sagte: „Das Klavier ist eigentlich kein Jazz-Instrument wie z. B. ein Saxophon, da sich der Ton nicht verändern lässt.“ Ein Flügel kann für manche Leute auch einfach ein schönes Möbelstück sein.

Das Klavier und seine Bauweise

Ein Klavier besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:

  • dem Gehäuse, das aus der Balkenkonstruktion sowie Verstrebungen und Rasten aus Holz gefertigt ist,
  • dem darauf geleimten, ebenfalls aus Holz bestehenden Resonanzboden,
  • dem Stimmstock aus Holz,
  • der darauf geschraubten Platte aus Gusseisen mit eingeschraubten Wirbeln aus Metall,
  • Saiten aus Guss-Stahldraht,
  • der Klaviermechanik, einem Zusammenspiel aus einem ausgeklügelten Spielwerk von Tasten, Federn, Zungen, Hämmern, Stößeln und Dämpfern.
  • den Tasten, die in der Regel aus Holz gefertigt sind, bei günstigeren Digitalpianos aus Plastik
  • und aus zwei oder drei Pedalen, wobei beim modernen Klavierspiel meist nur eines davon verwendet wird.

Klavier Kawai. Ein wunderschöner Flügel.Die Klaviatur bzw. die Tastatur

Beim Klavier, E-Piano und Flügel zählt die Klaviatur, auch Klaviertastatur genannt, standardmäßig 88 Tasten. Das entspricht 7,5 Oktaven. Selten gibt es auch Modelle mit weniger Tasten, wie sie neuerdings von Herstellern wie z. B. Korg produziert werden. Diese sind jedoch die Ausnahme.

Das Pedal des Klaviers

Klaviere verfügen eigentlich über drei verschiedene Pedale. Allerdings benutzt man im modernen Klavierspiel, wenn man also Songs spielen will, die man gerne mag, in der Regel nur das rechte Pedal. Man nennt es Sustain, bzw. Haltepedal. Wenn man auf diese drückt, wird die Dämpferleiste, die sonst die Saiten abdämpft, kurz entfernt. Sie können in der Folge frei schwingen, alle Obertöne mit eingeschlossen. Die Töne erklingen dadurch sofort viel wärmer. Im PianoStarter-Kurs zeige ich genau, wie man dies erlernt und praktisch anwendet.

Was kostet ein Klavier?

Die Anschaffungskosten bewegen sich in verschiedenen Preisklassen. Bei den preisgünstigeren Modellen sollte man jedoch Vorsicht walten lassen. Wenn du wissen willst, worauf du beim Klavierkauf achten solltest, lies meinen Blogartikel dazu. Generell ist es so, dass Modelle ab einer Höhe 122 Zentimetern, wie zum Beispiel das Sauter Vista 122 viel kräftiger klingen, da sie über einen größeren Resonanzkörper verfügen. Diese sind natürlich in den höheren Preislagen angesiedelt, klingen aber auch deutlich besser als günstige Modelle. Dennoch gibt es Pianos mit nur 118, die ebenfalls ihren Reiz haben, wie beispielsweise das Bechstein Classic 118. Dieses gehört auch eher zu den klassischen Modellen.

Produktion & Produktionsländer

Während des 19. Jahrhunderts war Deutschland das Land, in dem die meisten Klaviere hergestellt wurden – im Jahr 1886 waren es sogar über 70.000 Stück. Heute hat sich ein Großteil der Produktion in den asiatischen Raum verlagert: Der renommierte Hersteller Kawai produziert die CA-Serie seiner Digitalpianos in Indonesien und hat seine Produktionsstätten ansonsten zum Teil immer noch in Japan, ebenso andere japanische Klavierhersteller wie Yamaha. Etablierte deutsche Klavierbauer produzieren ihre hochwertigen Instrumente in Deutschland – Steingräber & Söhne zum Beispiel seit 1852.

In diesem Blog geht es um Klavierlieder.Klavier-Tradition

Schön poliert ist ein Flügel für seine Besitzer auch heute noch ein dekoratives, wenn auch etwas teures Möbelstück – egal ob darauf Musik gespielt wird oder die Mechanik bereits kaputt ist. Mit Flügeln assoziiert man oft die Firma Steinway&Sons, aber auch der Hersteller Schimmel hat eine eigene Serie dieser edlen Stücke. Das K 230 gehört wohl zu der Sorte Instrument, das jeder Klavierliebhaber gern sein Eigen nennen würde. Es ist auf Hochglanz poliert. Wer die Möglichkeit hat, darauf Musik zu machen, wird die Zeit vergessen und Songs spielen, ohne auf die Uhr zu schauen.

Bekannte Hersteller

Traditionsreiche Hersteller haben sich aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung einen Namen gemacht. Zu den bekanntesten gehören zum Beispiel Steinway&Sons, Yamaha und Kawai, wobei die beiden letzteren übrigens auch in der Herstellung von Digitalpianos führend sind. Diese Produzenten bieten eine große Auswahl an Klavieren für jedes Budget. Ich selbst nutze für meine Videoaufnahmen das CA-97 von Kawai.

Eine weitere bekannte Marke, der deutsche Klavierbauer Seiler, ging im Jahr 2008 leider in Konkurs und wurde von einem asiatischen Hersteller übernommen, der die Instrumente unter derselben Marke weiterführt. In der Schweiz ist wohl Sabel der einzige bekannte Hersteller.

Neue Wege

Auch Casio geht neue Wege. Das Unternehmen ist zwar in der Musikbranche nicht unbedingt als Klavierhersteller bekannt, bietet nun aber das neueste Modell in Kooperation mit Bechstein an. Schon bei den früheren Pianos gefiel mir die Beschaffenheit einer Taste – vom Gefühl her mit der eines Flügels vergleichbar.

Einen komplett neuen Ansatz verfolgt auch David Klavins. Für ihn ist die Uhr nicht stehengeblieben: Die Verbesserung des Klangs von Klavieren hat für ihn oberste Priorität. So produziert er Instrumente mit verlängerten Saiten, die einen ganz anderen Sound erzeugen. Es wird sich noch zeigen, ob sich diese Art von Klavier längerfristig durchsetzt. Und sein Modell sieht nicht nur schön aus: Der Hersteller Native Instruments vertreibt es sogar als Software. Wer also Lust hat, mal was ganz anderes auszuprobieren, ist hier richtig.

Du besitzt noch kein Klavier? Dann miete zunächst einfach eines – egal von welcher Marke. Höre es dir jedoch vorher an. Es gibt nämlich nicht den perfekten Klavierklang . Ob etwas gut klingt oder nicht, ist völlig subjektiv. Schau einfach mal in deinem lokalen Klaviergeschäft vorbei.

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