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Die Dur-Tonleiter bildet den Grundpfeiler unserer westlichen Musik. Auf ihr basieren alle Popsongs, Jazz-Standards und klassischen Werke. Im Blog erkläre ich ein paar interessante Fakten dazu.

Egal, ob du singen oder Klavier spielen willst, die Dur-Tonleiter sollte dir ein Begriff sein.1. Versuche, eine Tonleiter zu singen.

Probier mal, eine Tonleiter zu singen. Dabei ist es egal, mit welchem Ton du beginnst – mach es einfach mal. Ich kann dir schon jetzt zu 100 % sagen, dass du eine Dur-Tonleiter singen wirst. Bis jetzt habe ich noch niemanden getroffen, der irgendeine andere gesungen hätte. Warum ist das so?

2. Wie die Dur-Tonleiter unser Gehör prägt

Die oben erwähnte Besonderheit beruht auf einer ganz einfachen Erklärung: Wir sind alle mit derselben Musik aufgewachsen. Dabei ist es egal, ob es sich konkret um

  • Schlager,
  • Volkslieder,
  • Popsongs,
  • Jazz-Standards
  • oder klassische Musik

handelt, denn all diesen Stilen liegt die Dur-Tonleiter zugrunde. Unser Gehör ist förmlich darauf getrimmt – es sei denn, du bist in der Türkei, in Indien oder Saudi-Arabien aufgewachsen. Dies sind nur ein paar Beispiele von Ländern mit einer anderen musikalischen Kultur – weitere findet man im Fernen Osten.

3. Welche Taktarten sind in anderen Kulturkreisen gebräuchlich?

Wie die Dur-Tonleiter gehört auch der 4/4-Takt zu unserer westlich geprägten Kultur. Doch wie sieht es z. B. in Ungarn aus? Dort ist ein 7/8-Takt gang und gäbe – und auch das Tonmaterial ist ein anderes. In Indien wiederum kennt man nicht wie bei uns nur 12 Halbtonschritte, sondern es gibt dazwischen noch Töne, die sich nach unserem Schema nicht zuordnen lassen.

Welches soziokulturelle Umfeld du hast, hängt davon ab, wo du aufwächst – und davon wirst du auch musikalisch geprägt und entwickelst andere Hörgewohnheiten.

4. Die Formel der Dur-Tonleiter

Ohne darüber nachzudenken, singen alle Menschen unseres Kulturkreises die Dur-Tonleiter folgenderweise:

Dies sind die Schritte einer C-Dur-Tonleiter.

Sie besteht aus einer Abfolge von unterschiedlichen Abständen, die sich stets so verhalten:
GanztonGanztonHalbtonGanztonGanztonGanztonHalbton

Wir haben also zwischen dem dritten und vierten, sowie zwischen dem siebten und achten Ton einen Halbtonschritt, wobei der achte Ton wiederum den Grundton darstellt.
In der Regel wird dies zunächst am Beispiel der Tonart C-Dur erklärt. Das ist vor allem für Pianisten am einfachsten, da sich diese Töne alle ausschließlich auf den weißen Tasten befinden.

5. Gibt es die Dur-Tonleiter auch in anderen Tonarten?

Ja, natürlich. Da wir insgesamt 12 Töne zur Verfügung haben, kann jeder Ton der Grundton sein. Somit gibt es 12 verschiedene Tonarten und dementsprechend auch 12 verschiedene Dur-Tonleitern. Die oben erwähnte Formel bleibt jedoch immer dieselbe.
Im Kurs Chords&Scales erkläre ich das alles sehr ausführlich – natürlich mit anschaulichen Beispielen – direkt am Klavier.

6. Wie verhält es sich mit traurigen Liedern?

Die natürliche Moll-Tonleiter stellt die sogenannte Moll-Parallele dar. In C-Dur verhält es sich wie folgt:
Die Dur-Tonleiter beginnt beim Ton C:
c – d – e – f – g – a – b – c

Die Moll-Tonleiter ist nichts anderes als eine C-Dur-Tonleiter, nur mit einem anderen Anfangston:
a – b – c – d – e – f – g – a

Somit haben wir dieselben Töne wieder – auf dem Klavier alles weiße Tasten – aber ihre Anordnung ist unterschiedlich.
Jeder andere Ton kann natürlich ebenso als Grundton fungieren. Dann sprechen wir von den sogenannten Kirchentonarten – oder auf Englisch „modes“.
Die gesamte Popmusik baut auf diesem System auf. Im Kurs PianoSongwriting erkläre ich sehr anschaulich, wie man das diatonische System korrekt anwendet und eigene Songs komponiert. Sollten trotzdem Fragen bestehen, kannst du mich jederzeit über verschiedene Kanäle erreichen. Ich stelle meinen Schülern viele Möglichkeiten der Interaktion zur Verfügung.

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